VFll – Perspektive ist nicht alles!

Beginn: Di., 01.09.2026 um 10:00 Uhr

Die Perspektive im Zusammenhang mit anderen erzählerischen Mitteln

Die Perspektive gehört zu den wichtigsten Werkzeugen des Erzählens. Sie gibt einem Text die Richtung, setzt Grenzen und entscheidet darüber, was Leser*innen wissen, wahrnehmen und fühlen können. Gerade diese Begrenzung kann literarisch stark sein: Bleibt ein Text konsequent in der Wahrnehmung einer Figur, entstehen Tiefe, Spannung und emotionale Nähe. Aber Perspektive ist nicht alles. Das sollten Sie als Lektor*in im Kopf behalten.

Wie können Sie besser unterscheiden, wo eine klare Perspektive den Text stärkt? Wo wird sie zu eng geführt? Wo braucht eine Szene mehr Nähe zur Figur, wo mehr Abstand? Wann sind Einschübe, erzählerische Verdichtungen oder kleine Distanznahmen kein Fehler, sondern eine bewusste erzählerische Entscheidung?

In diesem Vertiefungsworkshop betrachten Sie Perspektive nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Nähe, Distanz, Informationsvergabe, Szenenwirkung und Leseführung. Der Fokus liegt auf dem Lektorat: Woran erkennen Sie, was der Text braucht? Wie kommentieren Sie Perspektivfragen so, dass Autorinnen und Autoren damit arbeiten können?

Dienstag, 01. September 2026 von 10:00 bis 13:00 Uhr

Informationen und Anmeldung: https://veranstaltungskalender.vfll.de/detail/perspektive-ist-nicht-alles-121935